Das "ECE-Einkaufscenter" Soest am Bahnhof - Gigantisch
Busbahnhof - Niere - Häuser - und sogar Binnerwall müssen weichen

Westfalenpost  vom 12. Juli 2003 - (thb)

Hoffen auf Sogwirkung
WP-Serie berichtet über ECE-Center in Wetzlar und Laatzen

Während in Soest noch diskutiert wird, ob ein ECE-Center der Stadt gut tut, ist man in Wetzlar schon einen Schritt weiter. Im Sommer hat der Bau des „Forum Wetzlar" begonnen. 

In unserer Serie über ECE-Center in anderen deutschen Städten blicken wir in dieser Folge außerdem nach Laatzen.
Das Leine-Center im niedersächsischen Laatzen besitzt eine Sonderrolle unter den ECE-Standorten. 
Das Einkaufscenter ist seit 1996 im Management der ECE, wurde aber bereits Mitte der 70er Jahre als Nahversorgungszentrum der Trabantenstadt Laatzen gebaut.

„Irgendwann entsprach das Center nicht mehr den Anforderungen an modernes Einkaufen", erinnert sich Achim Gückel, Lokalredakteur der Leine-Nachrichten. 
1996 sei das Center durch die ECE modernisiert worden. 
Heute umfasse es Verkaufsflächen in der Gesamtgröße von 29 000 Quadratmeter, darunter die „Magneten" Karstadt, 
C & A und Real, die allerdings eigenständig geführt werden.
„Die Einzelhändler im Center verzeichnen seit Jahren steigende Umsätze", berichtet Gückel. 
Das Leine-Center sei damit wie geplant über die Rolle eines Nahversorgungszentrums hinaus zu einem regionalen Anziehungspunkt gewachsen. „Die Kunden kommen auch aus Hannover", erklärt Gückel.
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„Die bekommen das Center auch so voll."
Hans-Georg Waldschmidt Wetzlarer Neue Zeitung
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Diese Magnetwirkung erhofft man sich in Wetzlar vom „Forum Wetzlar". 
Erster Spatenstich war am 5. Juni. 
Mit 52 000 Einwohnern und einer ebenfalls attraktiven, von Fachwerk geprägten Altstadt ist Wetzlar vergleichbar mit Soest. Das ECE-Center soll 20 000 Quadratmeter Verkaufsfläche bieten.

Widerstände gegen den Bau des Centers hat es auch in Wetzlar gegeben, weiß Hans­Georg Waldschmidt zu berichten, stellvertretender Lokalchef der Wetzlarer Neue Zeitung. 
„Die Einzelhändler haben sich aber von der Sogwirkung des Centers überzeugen lassen", erinnert er sich. 
Das Stadtparlament stimmte dem Bau geschlossen zu.
Mit dem „Forum Wetzlar" sollen laut Waldschmidt vor allem Kunden zurückgewonnen werden, die in die attraktivere Einkaufsstadt Gießen abgewandert sind.
Ob sich die Sogwirkung des ECE-Centers auf die Fußgängerzone überträgt, wird allerdings auch in Wetzlar bezweifelt. Besonders wegen der relativ schlechten Anbindung des Centers: 
Zwischen seinem Eingang und der Fußgängerzone verläuft die Bundesstraße 49. 
Die ECE habe sich gegenüber diesem Problem relativ gleichgültig gezeigt, so Waldschmidt: 
„Die bekommen das Center auch so voll."


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