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Da will eine S-Klasse in eine Fiat-Parklücke
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Bürgerinitiative
stellt „Gegen-Gutachten" zum ECE-Projekt vor
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| Zwei von der „Altstadtinitiative"
in Auftrag gegebene Gutachten zur geplanten ECE-Ansiedlung am Bahnhof lehnen
das Projekt auf breiter Front ab. Zudem werden der Expertise des Hamburger
Büros Dr. Peter Lademann und Partner gravierende Fehler unterstellt. |
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| „Es wird bisher viel zu
wenig über die Risiken gesprochen ", sieht Diplom-Ingenieur Peter
Berger von der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) einen
der Hauptkritikpunkte an dem Entscheidungsprozess. |
Zahlreiche vom Büro-Lademann
angeführte Parameter, nach denen das ECE eine Bereicherung für
Soest sei, könne er zudem „in wesentlichen Schritten nicht nachvollziehen".
So erscheine das Einzugsgebiet,
aus dem die künftigen Käufer kommen sollen, als viel zu groß.
Bisher kommen zum Beispiel
39 Prozent der Künden aus dem Umland.
Künftig sollen es 65
Prozent sein. Berger: „Solch ein Sprung ist uns bundesweit nicht bekannt.
Das wäre geradezu sensationell." |
Die GMA-Gutachter gehen
zudem davon aus, dass die von Lademann prognostizierten Umsatz- Umverteilungen
deutlich dramatischer (über 10 Prozent) ausfallen werden und die Kaufleute
in der Innenstadt dadurch enorm unter Druck geraten werden.
Auch ein zweites Gutachten,
das von Diplom-Ingenieur Rolf Junker vom Büro Junker und Kruse (Dortmund)
erstellt worden ist, fällt ein vernichtendes Urteil über die
Verträglichkeit einer ECE-Ansiedlung. „Da will eine S-Klasse in eine
Parklücke, die nur für einen Fiat 500 geeignet ist", vergleicht
Junker und schlussfolgert:
„Das ECE-Zentrum
ist nicht in die Stadt zu integrieren." Er propagiert daher eine Lösung
für Soest, „die deutlich kleinteiliger ist". |
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Kritik am Lademann-Gutachten (v.l.) Norbert Große Hündfeld,
Heinz Rademacher, Rolf Junker, Jochen Haverland und Peter Berger. |
Juristische Unterstützung
haben sich die Initiativen - die Altstadtinitiative sieht sich als „Partner
von Vorwärts mit Soest ohne ECE"- in Rechtsanwalt Norbert Große
Hündfeld aus Münster gesichert.
Er hat unter anderem Erfahrung
mit gescheiterten ECE-Plänen, weil er in Münster die Kaufleute
der Innenstadt vertreten hat, die gegen das Konzept Preußen-Park
(Fußballstadion und Einkaufszentrum) Front gemacht haben.
Das Projekt ist vor zwei
Jahren vor dem Oberverwaltungsgericht gescheitert. |
Unter anderem habe sich
ECE dort nicht an das gesetzmäßig vorgeschriebene Verfahren
gehalten.
Außerdem - so Große
Hündfeld, seien von den Gutachtern falsche Zahlen verwendet worden. |
| Große Hündfeld
wirft der Stadtverwaltung - namentlich Bürgermeister Dr. Ruthemeyer
und Wirtschaftsförderer Ferdinand Griewel - vor, dass sie „völlig
unkritisch" an das Projekt gehen und die nötige Transparenz vermissen
lassen. „Sie machen gemeinsam mit ECE nur Propaganda für das Vorhaben." |
| Der Bürger habe aber
einen Anspruch darauf, dass die Verwaltung sich nach besten Wissen und
Gewissen entscheide. |
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