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Busbahnhof - Niere - Häuser - und sogar Binnerwall müssen weichen |
Westfalenpost - vom 24. Juli 2003 (Lim)
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| Die Gesellschaft für
Markt- und Absatzforschung (GMA) aus Ludwigshafen gehörte zu
jenem Kreis von vier Büros, die für die Untersuchung über
die Verträglichkeit eines ECE-Centers in Soest in Frage kamen.
Aus den vier Bewerbern wurde bekanntlich das Hamburger Büro Dr. Peter Lademann ausgesucht, dessen Gutachten nun in der Kritik der Bürgerinitiativen steht. Dass nun ausgerechnet ein „gescheiterter Mitbewerber" sich mit dieser Expertise auseinandersetzt und ihre Argumentation in Zweifel stellt, wird von Kennern der Gutachter-Szene als „höchst pikant" eingestuft. Die GMA selbst hat bereits mehrfach für ECE gearbeitet und unter anderem Gutachten über die Center in Ulm, Chemnitz und Karlsruhe erstellt. Pikanterie am Rande: Die GMA-„Verträglichkeitsstudie" für das Einkaufscenter in Ulm (Auftraggeber ECE) ist von der IHK Ulm heftig kritisiert worden. Unter anderem wird die von GMA prognostizierte Umsatzverteilung von 9,8 Prozent als falsch dargestellt. Die IHK geht vielmehr von mindestens 13 Prozent aus. Auch dass 50 Prozent des Umsatzes aus dem Umland kommen sollen, werde von der IHK als „nicht nachvollziehbar" bezeichnet. Trotz dieser Bedenken hat der Stadtrat von Ulm in der vergangenen Woche grundsätzlich grünes Licht für den Bau des ECE gegeben. Hans Raabe von der IHK Ulm empfiehlt den Soester Entscheidern vor diesem Hintergrund auch, sich nicht zu sehr auf die Gutachten zu verlassen. „Wer die Musik bezahlt, kann sie auch bestellen", deutet er an, dass die Ergebnisse von Gutachten häufig vorhersehbar sind. |