Das "ECE-Einkaufscenter" Soest am Bahnhof - Gigantisch
Busbahnhof - Niere - Häuser - und sogar Binnerwall müssen weichen

Soester Anzeiger - Leserbrief vom 31. Mai 2003

Mietpreisforderungen oftmals viel zu hoch
 

Es ist höchst amüsant, welche Gründe von den ECE­Gegnern vorgebracht werden, um von den persönlichen Interessen eines eventuellen Mietpreisverfalls in der Brü­derstraße oder der direkten Betroffenheit als Anlieger des geplanten Objektes abzulenken.
Eine „Hemmer-Baustelle"  als 10-Jahres-Schandfleck an der am stärksten frequentierten Stelle der Soester Einkaufsmeile werden Sie bei der ECE nicht einmal zehn Tage lang finden. Die viel beklagten und jetzt noch mehr gefürchteten (von den Gebäudeeigentümern, sprich Vermietern) Leerstände bei Ladenlokalen in der Fußgängerzone Soest haben doch am häufigsten die Ursache darin, dass Mietpreisforderungen bei vielen Objekten einfach viel zu hoch sind. 50 Euro pro Quadratmeter pro Monat können individuelle Fachgeschäfte und Dienstleister heute nicht mehr bezahlen, obwohl sie bei vernünftiger Miethöhe rentable Ergebnisse erwirtschaften würden.
Bleibt die Hoffnung, dass durch ein großzügiges Flächenangebot im ECE-Center das Mietpreisniveau in der restlichen Fußgängerzone von Soest auf vernünftige Höhen, gemäß Angebot und Nachfrage, angeglichen wird, so dass weitere Fachgeschäftsbetreiber, Dienstleister und Gastronomiebetriebe die Auswahl für die Soester Kundschaft erweitern.
Wenn ein zu enger Buchladen mit Treppenstufen und einer nicht zeitgemäßen Sortimentspräsentation befürchtet, Umsätze an ein ebenerdiges, großzügiges Filialfachgeschäft im ECE-Center zu verlieren, ist dieses berechtigt und wohl im Sinne einer anpruchsvollen Soester Kundschaft. Möglicherweise werden dann dort zusätzlich beschäftigte Mitarbeiter und auszubildende die zufriedenen Kunden aus Soest und Umgebung freundlicher bedienen, als so mancher ver­gangenheitsorientierter verbitterter Einzelhändler, der sich in der Soester City heute permanent darüber beklagt, dass die Bewohner dieser Region für die großen Einkäufe bisher lieber nach Hamm, Dortmund oder Lippstadt fahren.
Johannes Klümpers
Harbortweg Soest


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