Das "ECE-Einkaufscenter" Soest am Bahnhof - Gigantisch
Busbahnhof - Niere - Häuser - und sogar Binnerwall müssen weichen

Westfalenpost Leserbrief - vom 4. Juni 2003 -

Wer denkt an Fauna und Flora?
 

„Neben den Argumenten Verschandelung der Stadtansicht, der Kaufkraftverschiebung von der Fußgängerzone zum ECE, Preisverfall der Immobilien kam leider bei der ganzen Diskussion um das ECE ein Aspekt viel zu kurz.
Im Bereich zwischen Bahnhof und Hilchenbach findet man heute eine Interessante Flora und Fauna. Neben Bussarden, Krähen, Elstern, Amphibien, Singvögeln wie Rotkelchen, Rotschwänzchen, Meisen, Spatzen, kann man abends sogar seltenen Fledermäuse sehen. Die Tiere nutzten die schon seit Jahren brach liegenden Flächen als Brutstätten.
Man kann sicher sein, dass all diese Tiere aussterben werden, wenn es zu einer so starken Belastung durch Lärm während der Bauphase der RLG und des ECE und anschließend durch die ganztägige Belastung mit Auto und LKW-Lärm und Abgasen kommt. Leider wird sich die Lärmsituation im Bereich Bahnhof sehr verschlechtern, da nun sämtlicher Verkehr auf zwei Strassen verteilt zum ECE geführt wird. Heutzutage verteilt sich der Autoverkehr auf die gesamte Innenstadt und damit auch die Belastung.
Dies sollte auch so bleiben damit die Tierwelt ihre Ruhe hat. Somit hoffe ich, dass die CDU-Fraktion, der gesamte Stadtrat und Herr Ruthemeyer sich dieses Vorhaben noch einmal sehr genau überlegen. Da Sie zwar eine Aufwertung des Bahnhofbereichs im Wahlkampf versprochen haben, aber dabei war nur von einem Kino und einer Fußgängerpassage zum Norden Soests die Rede. Beides ist aus der Diskussion verschwunden und übrig bleibt ein 270 Meter langer, 70 Meter breiter, 17 Meter hoher ECE-Betonkoloss, von dem bei der Wahl keine Rede war. Dies dem Bürger im nächsten Wahlkampf als Erfolg zu verkaufen, dürfte schwerfallen."
Klaus Bierkämper 
Hammer Weg 25 
Soest


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