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Busbahnhof - Niere - Häuser - und sogar Binnerwall müssen weichen |
Soester Anzeiger Leserbrief - vom 11. Juni 2003 -
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| Einkaufs-Paradies „lebendige
Innenstadt" - zugegeben:
Davon sind wir hier in Soest noch ein ganzes Stück entfernt! Aber es lohnt sich, dafür zu arbeiten. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen alle vier gesellschaftlichen Gruppen zusammenarbeiten: 1. Die Einzelhändler müssen ihre Bemühungen um ihr Waren-Sortiment und guten Kundendienst verstärken. 2. Die Hausbesitzer sollten ihre Ladenlokale nicht mehr an die meistbietende Filialkette „verhökern", sondern Einzelhändlern mit interessanten Sortimenten, die wir zur Ergänzung hier dringend benötigen, eine faire Chance geben. 3. Auch die Verbraucher sind in der Pflicht: Was hier in Soest erhältlich ist, und das ist der allergrößte Teil des täglichen Bedarfs, sollte bei Soester Einzelhändlern gekauft werden. Der Verbraucher hat an der Stärkung des Einzelhandels den größten Anteil. 4. Auch die Stadt Soest ist gefordert: Ihrem mit Worten ausgedrückten Slogan „Hinein in die Mitte!" sollte sie nun auch in wirtschaftlicher Hinsicht Taten folgen lassen. Ein neuer Plattenbelag für die Brüderstraße reicht bei weitem nicht aus. Nach immer weitergehendem Kaufkraft-Abfluss aus der Innenstadt, hervorgerufen durch Famila, Aldi, Lidl, Center am Rigaring, Center „ Neues Stadttor" (eine irreführende Bezeichnung, da Stadttore bekanntlich nur an den Wällen sind beziehungsweise waren), verbieten sich weitere Abenteuer a la ECE. Das urbane Leben in Soests Altstadt, um das uns manche andere Stadt, welche eben nicht mit unserer zu vergleichen ist, beneidet, besteht eben nicht nur in Angeboten der Restaurants und Straßencafes, sondern auch im Schaufensterbummel und Flanieren vorbei an kleinen unverwechselbaren Geschäften. Dies sind Werte, die nicht in Euro und Cent zu bemessen sind, und die bei einer Ansiedlung von ECE vernichtet würden. Übrigens haben wir Heide Beckenbauer mit ihrem einmaligen Trachten-Angebot wieder nach Soest zurückgeholt und am Vreithof angesiedelt. Mit ihr haben wir eine - für beide Seiten - erträgliche Miete vereinbart, damit sie ihr Geschäft hier weiter ausbauen kann. Damit hoffen wir, einen kleinen Beitrag zur Attraktivität von Soests Innenstadt zu bieten. Hanne und Martin Zahnow (zwei unverbesserliche alte Romantiker) Damm 9, Soest |