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Busbahnhof - Niere - Häuser - und sogar Binnerwall müssen weichen |
Westfalenpost Leserbrief - vom 13. Juni 2003 -
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| „Ich
möchte nicht schon wieder die ganzen Argumente gegen das geplante
Einkaufscenter des Investors ECE vortragen, sondern meinen Unmut über
die Öffentlichkeitsarbeit kund tun. Als Bürger dieser Stadt würde
ich mir eine transparente Politik wünschen. Einen ersten positiven
Eindruck hat dabei die SPD bei mir hinterlassen, denn es war die erste
Partei, welche eine öffentliche Diskussion zum Thema ermöglicht
hat. Ich begrüße die Haltung von Prof. Kirsch, der keinen Fraktionszwang
ausübt (Wie steht die CDU wohl dazu?) und diese Diskussion sehr offen
geführt hat.
Was für mich überhaupt nicht nachvollziehbar ist, warum überhaupt ein sachlich und fachlich engagierter Bürger/Politiker dieser Stadt für dieses Wahnsinnsprojekt sein kann, wo es keinerlei plausiblen Gründe für dieses Center gibt. Es liegt die Vermutung nahe, dass es geheime Absprache oder Verträge gibt, die manche Entscheidungen vereinfachen. Warum sagt Herr Griewel in der Sitzung, dass die geplanten 20 000 Quadratmeter keineswegs sicher seien und bestätigt diese Haltung, auch wenn Frau Stratmann zweimal nachgefragt hat, denn ECE baut keine Center unter 20 000 Quadratmeter Verkaufsfläche. Auf meine persönliche Frage an Herrn Griewel bezüglich der Länge dieses Komplexes sagte er, dass Ihm keine Längenmaße bekannt seien. Da fragt man sich doch, wie genau sich die Beteiligten mit dem Projekt befasst haben, denn ich selber tue es erst seit drei Wochen und ich weiß genau, wie lang das Objekt zum derzeitigen Planungsstand ist. Da wundert es mich auch nicht, dass dieses Zwischenergebnis, ich nenne es bewusst nicht Gutachten, von Herrn Griewel bestritten wurde. Wie kann dann nur eine Kopie am selben Abend von Herrn Weihs an Herrn Kirsch übergeben werden? Ich möchte allen interessierten Bürgern und ganz besonders unsere gewählten Vertreter am kommenden Samstag in die Stadt einladen, damit mal wirklich klar wird, welche Dimensionen dieses Shoppingmonster wirklich hat. Am liebsten würde ich auch mal den Binnerwall sperren lassen, um zu zeigen, wie wunderbar sich der Verkehrsfluß dann in unserer schönen Stadt entwickeln wird. Auch dieser Punkt ist anscheinend noch nicht allen Politkern klar geworden. Ich wünsche mir mehr Transparenz für die Bürger, ein Mitspracherecht bei der vielleicht wichtigsten Entscheidung für Soest in den kommenden 100 Jahren und vor allen Dingen viel mehr Ehrlichkeit. Zu guter Letzt hoffe ich, dass es >Vorwärts mit Soest - ohne ECE< geht." Norbert Uhlir, Soest |