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"Immer nur Maßanzüge"
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INTERVIEW: ECE-Projektentwickler
Jörg Banzhaf über das Soester Einkaufszentrum. Die ersten Händler
haben sich bereits nach Mietverträgen erkundigt.
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| Wo immer ECE in Deutschland
seine Fühler ausstreckt, um ein neues Einkaufszentrum aus dem Boden
zu stampfen, ist Jörg Banzhaf nicht weit. |
| Als Objektentwickler bereitet
der DiplomIngenieur das Feld für die zum Otto-Konzern gehörende
Gesellschaft. |
| Er verhandelte über
viele Monate mit der Ruhr-Lippe und den anderen Grundeigentümern,
er sprach mit den maßgeblichen Leuten in Politik, Verwaltung und
Verbänden. |
| Über das Soester Projekt
sprach Holger Strumann mit dem ECE-Manager. |
| Herr Banzhaf, es gibt
71 ECE-Einkaufszentren in Deutschland und einigen Nachbarländern.
Wie viele haben Sie davon entwickelt? |
| Banzhaf: |
| Ich bin seit dreieinhalb
Jahren-bei ECE und habe zwei Center entwickelt. Zuvor war ich Geschäftsführer
einer ProjektsteuerungsGesellschaft in Frankfurt. |
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Jörg Banzhaf zieht die Fäden für das ECE Einkaufs- zentrum
am Bahnhof |
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| Ihre Referenzobjekte
stehen in Dresden, Wuppertal, Bayreuth und Koblenz - alles Städte,
die erheblich größer sind als Soest. Gehen Sie nun über
Land? |
| Banzhaf: |
| Nicht alle Städte sind
erheblich größer als Soest; Bayreuth zum Beispiel hat zwischen
60000 und 70 000 Einwohner. Eine Stadtgröße sagt für uns
wenig aus; maßgeblich für uns ist die Größe des Einzugsgebiets,
da spielen Stadtgrenzen keine Rolle. Und da haben wir hier in Soest 285
000 Menschen und das ist ausreichend. |
| Was wird das Besondere
des ECE in Soest sein? Wodurch unterscheidet es sich von anderen Objekten? |
| Banzhaf: |
| Alle 71 Häuser unterscheiden
sich grundlegend von den anderen, weil unsere Center immer Maßanzüge
für die jeweilige Stadt sind. Die Auswahl der Geschäfte wird
immer der Situation angepasst, wenngleich die großen Filialisten
ins Auge springen. Auch die Planung ist ein Maßanzug; wir reagieren
auf die städtebauliche Situation und achten in Soest zum Beispiel
auf die Kleinteiligkeit der Stadt. |
| Der Aufbau einer City-Galerie
in Soest wird erhebliche Bewegung in den Soester Einzelhandel bringen.
Der Schwerpunkt mit den l a-Lagen wird sich zum Brüdertor hin verlagern.
Kaufleute im Grandweg, in der Jakobistraße und in der Rathausstraße
werden das Nachsehen haben. Haben sich bei Ihnen schon Einzelhändler
gemeldet, die gern unter das Dach des ECE ziehen wollen? |
| Banzhaf: |
| Ja, die gibt es: der ein
oder andere aus Soest und aus der Umgebung, aber auch schon der ein oder
andere Filialist. Aber im Moment stecken wir noch nicht in der Phase ernsthafter
Vermietungsgespräche. |
| Die Idee, gestaffelte
Mieten zu nehmen, klingt reizvoll. Wer würde für 10 Euro den
Zuschlag bekommen, wer für 80 Euro? |
| Banzhaf: |
| Das ist eindeutig branchenabhängig.
Ein Lebensmittelhändler wird sicherlich nicht 80 Euro zahlen können,
sondern wird sich eher am unteren Ende bewegen. Eine Parfümerie dagegen
wird in der Lage sein, 80 Euro aufzubringen. |
| Wir haben den Eindruck,
dass eine breite Koalition in Soest hinter dem Projekt steht. Gesetzt den
Fall, das Baurecht wird alsbald hergestellt: Sehen Sie dann noch irgendein
Hindernis, das dem Bau des Einkaufscenters im Weg stehen könnte? |
| Banzhaf: |
| Eigentlich nicht. |