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Busbahnhof - Niere - Häuser - und sogar Binnerwall müssen weichen |
Soester Anzeiger vom 1. Juli 2003 - hs - Foto: Niggemeier
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| Zwei von drei Vorschlägen gleich wieder verworfen | |||||
| Die Aachener Ingenieure
sprechen von einer „erheblichen verkehrlichen Zäsur", die der ECE-Bau
schaffe.
Denn das Groß-Kaufhaus soll direkt auf den Binnerwallring platziert werden, der rund um die Stadt führt und über den am Nachmittag stündlich bis zu 1400 Fahrzeuge rollen. |
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| Drei Lösungen, von denen sie zwei gleich wieder verwerfen, fallen den Gutachtern ein: | |||||
| 1. Eine Untertunnelung des Kaufhauses; der Verkehr könnte also auf der alten Spur weiterrollen und würde praktisch durch den Keller des ECE fließen. | |||||
| 2. Eine Splittung der Straße in zwei Einbahnstraßen: Der Verkehr in Richtung Osten würde in etwa auf dem heutigen Binnerwallring bleiben und somit ECE und Fußgängerzone „trennen". Der Gegenverkehr würde am Bahnhof entlangführen. | |||||
| 3. Eine völlig neue Umfahrt mit Kreisverkehr, Kreuzungen und Schwenks um das Einkaufszentrum herum. | |||||
| Genau diese dritte Lösung wird von den Gutachtern favorisiert - der Anzeiger berichtete bereits. Elegant ist das schon deshalb nicht, weil der Busverkehr künftig durch das nördliche Stück der Fußgängerzone führt. 350 Busse würden also jeden Tag unmittelbar vor dem Haupteingang zum ECE aufund abrollen. | |||||
| „Ausreichende Leistungsfähigkeit" | |||||
| Selbst den Aachener Gutachtern fällt in ihrer abschließenden „Zusammenfassung" am Ende der Expertise wenig ein, was sie für diese von ihnen selber ertüftelte Lösung in die Waagschale werfen könnten. | |||||
| Wörtlich heißt
es in dem Papier: „Die ... Verlagerung des Innenstadtrings ... bewirkt
zwar für einen Teil der Verkehre einen gewissen Umweg; als Gegenleistung
hier
zu wird jedoch die weitgehend störungsfreie Integration des geplanten Bauvorhabens in die Innenstadt und damit auch eine erhebliche Attraktivitätssteigerung der Innenstadt erreicht." |
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| Doch zu untersuchen, ob das ECE zu einer erheblichen oder sonstigen Attraktivitätssteigerung der Innenstadt beiträgt, war gar nicht der Auftrag der Verkehrsingenieure. | |||||
| An anderer Stelle heißt es immerhin: Die Lösung 3 „entspricht den Anforderungen an eine ausreichende Leistungsfähigkeit und zügige Verkehrsabwicklung in vollem Umfang". | |||||
| Dass sich vor dem ECE-Eingang Busse und Passanten künftig die Fußgängerzone teilen müssen, betrachten die Aachener Ingenieure als unproblematisch. Das Nebeneinander habe sich am Markt in Soest „durchaus bewährt". |