Das "ECE-Einkaufscenter" Soest am Bahnhof - Gigantisch
Busbahnhof - Niere - Häuser - und sogar Binnerwall müssen weichen

Westfalenpost vom 21. Mai 2003 - (M.H.)


Bürgerinitiative: "Vorwärts mit Soest ohne ECE"
Über 80 Teilnehmer gestern Abend beim Gründungstreffen im Alten Schlachthof / Raubaum, Weihs und Zurmühl im Leitungsgremium

„Vorwärts mit Soest ohne ECE" - so heißt seit gestern Abend die Bürgerinitiative, die sich gegen den Bau eines Einkaufszentrums am Bahnhof wehren will.
Über 80 Interessenten waren dem Aufruf zur Gründung gefolgt. Weit mehr, als Walter Raubaum, der in der vergangenen Woche bereits zu einem ersten Treffen eingeladen hatte, erwartet hatte. Die Veranstaltung musste deshalb von einem Gruppenraum in den Saal des Bürgerzentrums verlegt werden.
Geschäftsleute aus der Innenstadt waren bei der Zusammenkunft besonders stark vertreten. Buchhändler Walter Weihs hatte „Vorwärts mit Soest ohne ECE" als Namen für die Initiative vorgeschlagen. 
So werde die Gegnerschaft zum Einkaufszentrum deutlich, gleichzeitig drücke man aber auch den Willen aus, die Stadt weiter nach vorne zu bringen.
Als Sprecher der Initiative wählten die Teilnehmer Ursula Weihs, Walter Raubaum und - in Abwesenheit - Dieter Zurmühl. Das Trio soll die Interessen nach außen vertreten und die Arbeit der Aktionsgemeinschaft koordinieren.
Es sei wichtig, alle Gruppen zu repräsentieren, um die Neutralität zu wahren, hieß es aus der Versammlung.
In verschiedenen Arbeitsgruppen sollen unterschiedliche Aspekte des ECE-Themas aufgearbeitet werden. So sollen Kontakte zu Nachbarstädten geknüpft und Erfahrungen mit Widerstand gegen vergleichbare Projekte gesammelt werden.
Eine andere Gruppe will sich mit der Frage befassen, ob das in der Landesverfassung verankerte Bürgerbegehren auch eine: Option für eine Verhinderung des ECE sein könnte. Dazu will man den fachkundigen Rat eines Juristen einholen.
Die Initiative will sich im Internet präsentieren und engen Kontakt zu den Medien halten. Auch Gespräche mit den Politikern im Stadtrat hat sich die Gruppe als Ziel vorgenommen.
Martin Zahnow regte an, Unterschriftenlisten auszulegen. Vorgeschlagen wurde auch, Plakate drucken zu lassen.

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