|
|
"Fußgängerzone wird nicht mehr
existieren"
|
|
Gespräch
mit BI-Sprecherin Ursula Weihs
|
|
| Die Bürgerinitiative
„Vorwärts mit Soest ohne ECE" hat Ursula Weihs am Dienstagabend in
das Sprechertrio gewählt (wir berichteten). Wir sprachen mit
der Soester Buchhändlerin. |
| Frage: Warum engagieren
Sie sich in der Initiative gegen das ECE? |
| Weihs: Plakativ gesagt:
Ich lasse mich nicht totschlagen. Für unser Geschäft am Markt
könnte ich zwar noch pokern, ob es gut geht. Aber der Grandweg und
die Jakobistraße werden von den Politikern schon jetzt abgeschrieben. |
| Frage: Das ECE soll doch
die Fußgängerzone beleben... |
Weihs: Uns ist klar, wie die
Fußgängerzone aussehen wird: sie wird nicht mehr existieren.
Große Filialisten wie Saturn, H & M, Douglas oder Weltbild werden
ins ECE gehen. An Beispielen wie Siegen kann man ablesen, welche Folgen
das ECE für die Fußgängerzone haben wird. Da läuft
50 Meter weiter nichts mehr. |
Ursula Weihs wehrt sich gegen das ECE |
|
| Frage: Aber Einkaufszentren
wie das in Soest geplante werden von den Leuten angenommen. Dort ist es
fast immer voll. Hat der Verbraucher denn nicht Recht? |
| Weihs: Das ECE wird auch
in Soest voll sein. Doch alles andere wird nicht mehr laufen. Wir werden
im ECE ausschließlich ein Angebot von Filialisten haben. Hinter unserem
Engagement steckt natürlich auch ein legtimer Versuch zur Selbsterhaltung.
Man muss die Folgen für die ganze Stadt bedenken. Ich hoffe deshalb,
. dass die Demokratie wirklich funktioniert. Wir möchten Transparenz
und Objektivität erreichen. Wir wollen ein gutes Ergebnis. |
| Mit Ursula Weihs sprach
Martin Huckebrink |