Das "ECE-Einkaufscenter" Soest am Bahnhof - Gigantisch
Busbahnhof - Niere - Häuser - und sogar Binnerwall müssen weichen

Westfalenpost vom 22. Mai 2003 - (M.H.) Foto: Huckebrink


"Fußgängerzone wird nicht mehr existieren"
Gespräch mit BI-Sprecherin Ursula Weihs

Die Bürgerinitiative „Vorwärts mit Soest ohne ECE" hat Ursula Weihs am Dienstagabend in das Sprechertrio gewählt (wir berichteten).  Wir sprachen mit der Soester Buchhändlerin.
Frage: Warum engagieren Sie sich in der Initiative gegen das ECE?
Weihs: Plakativ gesagt: Ich lasse mich nicht totschlagen. Für unser Geschäft am Markt könnte ich zwar noch pokern, ob es gut geht. Aber der Grandweg und die Jakobistraße werden von den Politikern schon jetzt abgeschrieben.
Frage: Das ECE soll doch die Fußgängerzone beleben... 
Weihs: Uns ist klar, wie die Fußgängerzone aussehen wird: sie wird nicht mehr existieren. Große Filialisten wie Saturn, H & M, Douglas oder Weltbild werden ins ECE gehen. An Beispielen wie Siegen kann man ablesen, welche Folgen das ECE für die Fußgängerzone haben wird. Da läuft 50 Meter weiter nichts mehr.
Ursula Weihs wehrt sich gegen das ECE
Frage: Aber Einkaufszentren wie das in Soest geplante werden von den Leuten angenommen. Dort ist es fast immer voll. Hat der Verbraucher denn nicht Recht?
Weihs: Das ECE wird auch in Soest voll sein. Doch alles andere wird nicht mehr laufen. Wir werden im ECE ausschließlich ein Angebot von Filialisten haben. Hinter unserem Engagement steckt natürlich auch ein legtimer Versuch zur Selbsterhaltung. Man muss die Folgen für die ganze Stadt bedenken. Ich hoffe deshalb, . dass die Demokratie wirklich funktioniert. Wir möchten Transparenz und Objektivität erreichen. Wir wollen ein gutes Ergebnis.
Mit Ursula Weihs sprach Martin Huckebrink

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