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Busbahnhof - Niere - Häuser - und sogar Binnerwall müssen weichen |
Westfalenpost vom 12. Juni 2003 - (thb/M.H.)
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| Schwere Vorwürfe erheben die SPD-Fraktion und die Bürgerinitiative „Vorwärts mit Soest - ohne ECE" gegen die Informationspolitik der Soester-Wirtschaftsförderung. | |||||||
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| Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft und ihr Geschäftsführer Ferdinand Griewel hätten die Zwischenergebnisse des Gutachtens aus der Feder des Büros Dr. Lademann & Partner trotz mehrfacher Nachfragen verschwiegen. | |||||||
| Obwohl bereits am 21. Mai datiert, gelangte das Dokument erst am Dienstag an die Öffentlichkeit. | |||||||
| Die Bürgerinitiative präsentierte das „Vorgutachten" in der öffentlichen SPD-Fraktionssitzung zum Thema ECE. | |||||||
| Das Dokument, das auch der Westfalenpost vorliegt, wird von Uwe Seidel vom Gutachterbüro als „Charts" für „Zwischengespräche" unter Leitung der Verwaltung bezeichnet. Diese Gespräche hätten am 21. Mai und 4. Juni stattgefunden. | |||||||
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| „Der Geschäftsführer hat gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden eine Informationspflicht", stellt Professor Kirsch klar, dass das Aufsichts-Gremium seiner Arbeit nicht nachgehen könne, „wenn wesentliche Dinge vorenthalten werden". Auch der Bürgermeister müsse sich fragen lassen, was er gewusst habe, so der SPD-Fraktionschef. Dabei sei es egal, ob man die vorliegenden Ergebnisse als Gutachten bezeichne oder nicht. | |||||||
| KOMMENTAR
von Thorsten Bottin |
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| Die ECE und die Wirtschaftsförderung
haben ein klassisches Eigentor geschossen, als sie sich entschieden, die
Zwischenergebnisse des Lademann-Gutachtens unter Verschluss zu halten.
Gerade die ECE hätte aus ihren Erfahrungen bei der Planung solcher Einkaufscenter wissen müssen, dass es immer irgendwo undichte Stellen gibt. Ob man es „Vorgutachten" nennt oder „Charts" - es ist jetzt in aller Munde. Aber sein Inhalt rückt zunehmend in den Hintergrund. Ob das Einkaufscenter nun gut für Soest ist oder nicht und weshalb die Gutachter zu dieser Ansicht gelangten - wen interessiert das zurzeit? Viel interessanter ist die Frage, weshalb Ferdinand Griewel als Chef der Wirtschaftsförderung und die ECE das Gutachten der Öffentlichkeit und dem Rat vorenthalten wollten. Und so lange sie keine schlüssige Antwort darauf parat haben, bleibt der berechtigte Eindruck, da werde hinter verschlossenen Türen gemauschelt und taktiert. Für Soests Wirtschaftsförderer Ferdinand Griewel könnten sich daraus sogar persönliche Konsequenzen ergeben. Das „Vertrauensverhältnis" zu Griewel sei „erheblich gestört", fand SPDFraktionschef Professor Werner Kirsch gestern. Wird aus der „Affäre ECE-Gutachten" sogar noch eine „Affäre Griewel"? |